Anafranil

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10 mg 20 106
10 mg 30 143
10 mg 60 179
10 mg 90 199
25 mg 20 116
25 mg 30 153
25 mg 60 189
25 mg 90 209
50 mg 20 146
50 mg 30 173
50 mg 60 199
50 mg 90 219

Anafranil (Clomipramin) ist ein Wirkstoff gegen Depressionen (Antidepressivum) aus der Klasse der trizyklischen Antidepressiva. Er wird außerdem bei Zwangsstörungen, Phobien, Panikstörungen, chronischen Schmerzzuständen und anderen Erkrankungen eingesetzt. Lesen Sie hier mehr über die Wirkung, Anwendung und Nebenwirkungen von Anafranil.

So wirkt Anafranil

Die Signalübertragung im Gehirn erfolgt über Botenstoffe (Neurotransmitter) wie Serotonin und Noradrenalin: Wenn ein elektrischer Impuls eine Nervenzelle erregt, schüttet sie einen Botenstoff in den synaptischen Spalt aus – einen winzigen Spalt, der als Kontaktstelle zur benachbarten Nervenzelle fungiert. Der Botenstoff wandert zur Nachbarzelle, bindet dort an speziellen Andockstellen (Rezeptoren) und überträgt dadurch das Signal. Danach wird der Neurotransmitter wieder in die Ursprungszelle aufgenommen, wodurch seine Wirkung endet.

Bei Depressionen ist der Botenstoff-Haushalt im Gehirn aus dem Gleichgewicht. Ein niedriger Serotonin- und Noradrenalinspiegel gelten als mitverantwortlich für depressive Symptome. Hier setzt Anafranil an: Es verhindert, dass Serotonin und Noradrenalin wieder in die Ursprungsnervenzelle aufgenommen werden, wodurch sie länger ihre Wirkung entfalten. Das hat einen stimmungsaufhellenden und antidepressiven Effekt.

Zusätzlich besitzt Anafranil auch einen dämpfenden Effekt auf die Schmerzwahrnehmung (antinozizeptiv).

Aufnahme, Abbau und Ausscheidung von Anafranil

Anafranil wird nach oraler Aufnahme vollständig und rasch aus dem Blut resorbiert. Dennoch werden bis zu 50 Prozent des Wirkstoffes direkt beim ersten Passieren der Leber verstoffwechselt. Maximale Anafranil-Plasmaspiegel sind nach zwei bis acht Stunden erreicht. Die Ausscheidung erfolgt vorwiegend über die Nieren mit dem Urin.

Wann wird Anafranil angewendet?

Anafranil wird in folgenden Fällen angewendet:

  • Depressionen
  • Panikstörungen
  • Schlaflähmung, Kataplexie (kurzzeitiger Verlust der Muskelspannung) und hypnagoge Halluzinationen (Halluzinationen beim Einschlafen) bei Narkolepsie (Schlafkrankheit)

zur langfristigen Schmerzbehandlung im Rahmen eines therapeutischen Gesamtkonzepts

So wird Anafranil angewendet

Anafranil wird als Tablette oder Retardtablette (Tablette mit verzögerter Wirkstofffreisetzung) angewendet. Die Dosierung richtet sich vor allem nach Art und Schwere der zu behandelnden Erkrankung und danach, wie der Patient auf das Medikament anspricht.

Die Behandlung wird in der Regel einschleichend begonnen, also mit einer niedrigeren Dosis, die dann langsam gesteigert wird, bis der gewünschte Behandlungseffekt auftritt. Diese Wirkstoffmenge wird dann als Erhaltungsdosis beibehalten. Um die Behandlung zu beenden, wird die Dosis wieder schrittweise verringert, um Nebenwirkungen, die durch abruptes Absetzten entstehen können, zu vermeiden.

Die Wirkung der Behandlung setzt im Allgemeinen etwa sieben bis 28 Tage nach Einnahmebeginn ein. Wie lange das Medikament eingenommen werden muss, bestimmt der Arzt.

Welche Nebenwirkungen hat Anafranil?

Sehr häufige Anafranil-Nebenwirkungen sind Benommenheit, Müdigkeit, innere Unruhe, Schwindel, Kopfschmerzen, Zittern (Tremor), schnelle, unwillkürliche Muskelzuckungen (Myoklonien), Schwitzen, Mundtrockenheit, Verstopfung, Übelkeit, gesteigerter Appetit, Gewichtszunahme, Blasenentleerungsstörungen, sexuelle Funktionsstörungen, verschwommenes Sehen und Anpassungsschwierigkeiten des Auges an .

Häufige Nebenwirkungen sind zum Beispiel Sprachstörungen, Muskelschwäche, Halluzinationen, Verwirrtheitszustände, Schlafstörungen, Angstzustände, Erbrechen, Durchfall, Geschmacksstörungen, Ohrgeräusche (Tinnitus) und Juckreiz.

Gelegentlich bekommen Patienten Krampfanfälle. Seltene Nebenwirkungen sind zum Beispiel eine Verringerung der weißen Blutkörperchen (Leukozytopenie) und der Blutplättchen (Thrombozytopenie) sowie Harnverhalt.

Sollten Sie unter starken Nebenwirkungen oder nicht bekannten Beschwerden leiden, so suchen Sie bitte einen Arzt auf.

Was ist bei der Einnahme von Anafranil zu beachten?

In folgenden Fällen darf man Anafranil nicht einnehmen:

  • Überempfindlichkeit gegen des Wirkstoff oder einen anderen Bestandteil des Medikaments
  • akutes Delir
  • unbehandeltes Engwinkelglaukom
  • paralytischer Ileus (Darmverschluss durch Darmlähmung)
  • AV-Block II. und III. Grades (Formen von Herzrhythmusstörung)

Wechselwirkungen

Clompiramin kann mit verschiedenen anderen Wirkstoffen in Wechselwirkung treten. So müssen zum Beispiel irreversible MAO-Hemmer (Mittel gegen Depressionen und Parkinson) mindestens 14 Tage vor dem Beginn der Behandlung mit Anafranil abgesetzt werden.

Auch einige andere Wirkstoffe dürfen nicht zusammen mit Anafranil angewendet werden, so etwa Mittel gegen Herzrhythmusstörungen vom Chinidin-Typ oder bestimmte andere Antidepressiva (wie SSRI).

Vorsicht geboten ist bei gleichzeitiger Anwendung verschiedener anderer Arzneistoffe wie zum Beispiel solchen, die einen Mangel an Kalium oder Magnesium verursachen (Risiko für Herzrhythmusstörungen!). Vor Behandlungsbeginn wird der Arzt daher genau prüfen, welche Medikamente ein Patient bereits anwendet.

Der gleichzeitige Konsum von Alkohol kann die dämpfende Wirkung des Medikaments verstärken.

Werden trizyklische Antidepressiva wie Anafranil gemeinsam mit faserreicher Kost oder Abführmitteln eingenommen, behindert dies ihre Aufnahme in den Körper.

Schwangerschaft und Stillzeit

Wenn während einer Schwangerschaft eine Behandlung mit trizyklischen Antidepressiva notwendig ist, sollten andere Vertreter als Clompramin gegeben werden (wie Imipramin oder Amitriptylin). Wird eine Frau während der Behandlung mit Anafranil schwanger und ist sie stabil eingestellt, muss das Medikament aber nicht unbedingt abgesetzt werden.

Bei der Anwendung von Anafranil in der Schwangerschaft sollte das Wachstum des Ungeborenen per Ultraschall genau überwacht werden. Bei der Anwendung bis zur Geburt kann das Neugeborene Anpassungsstörungen zeigen, weshalb es in den ersten Tagen genau beobachtet werden sollte.

Die Anwendung von Anafranil in der Stillzeit ist sehr streng abzuwägen. Je nach Dosierung kann der Wirkstoff das Befinden des Kindes beeinträchtigen.

Verkehrstüchtigkeit und das Bedienen von Maschinen

Weil Anafranil das Reaktionsvermögen beeinträchtigt, sollten Patienten zumindest in den ersten Tagen der Behandlung nicht Auto fahren, keine Maschinen bedienen und auch auf andere gefahrvolle Tätigkeiten verzichten.

So erhalten Sie Medikamente mit Clomipramin

Clomipramin ist verschreibungspflichtig, also nur nach Vorlage eines ärztlichen Rezepts in der Apotheke erhältlich.

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